Archiv für März 2011

Aus dem Winterschlaf erwacht.

Mit den ersten Sonnenstrahlen, die meine Haut kitzeln, fangen die Ideen in meinem Kopf an zu sprießen. Kreativität, Tatendrang und Flausen schubsen die Winterlethargie hinfort.

Vor mehr als zwei Jahren, Anfang 2009, habe ich mit zwei Freunden das Projekt vier wände gegründet. In unserer Straße waren wir fröhlich und entspannt. Und meist redeten wir über etwas, was uns auf den Nägeln brannte, waren bereit, tranken Korn und Sprite, hatten plötzlich neue Positionen, hörten Jazz, Jazz, Jazz, verschwendeten unsere Zeit, sprachen über schöne Frauen und Quizshows und verfolgten eine fixe Idee: Kunst näher in den Alltag zu rücken. Weg von der natürlichen Distanz, die wir aus Museen kennen, hin zu einem lockeren und unbeschwerten Umgang mit Kunst. Und was lag näher, als die Kunst direkt zu uns nach Hause zu bringen, in unsere WG, in die Zimmer unserer Freunde. Daraus entstand eine Mischung aus Ausstellung, Konzert und Party, ein Raum, abseits der Regeln des Kunstmarktes, in dem wir unsere Ideen ausleben konnten.

Mittlerweile sind zwei der Gründungsmitglieder hinaus in die weite Welt gezogen, nach Frankreich und Neuseeland. Wir alle hatten neue Projekte und so zog sich auch das Projekt vier wände nach einem Jahr und acht Ausstellungen aus der Öffentlichkeit zurück. Doch die Idee von vier wände geistert immer noch in meinem Kopf herum, blitzt hie und da auf und will nicht vergessen werden. Die Zeichen sind deutlich, es ist soweit, nach einem Jahr Pause, ist es Zeit für eine Wiederbelebung von vier wände. Mit neuen Leuten und neuen Illusionen, klar, und daher auch mit Veränderungen. Die Idee als eine Art kreatives Zentrum, in dem es sich auszutoben gilt. Eines jedoch ist klar; mit den Frühling wird auch eine neue Ausstellung kommen. (Isabelle, vier wände)