esta – get down with the funky sister
malerei (urban – street – pop)

11. Januar bis 7. Februar 2009
Bernhardstr. 5 in Münster

Eröffnung der Ausstellung: 11. Januar 2009
mit Sebastian Witte

Friederike Preu ist gezwungen, an der frischen Luft zu arbeiten. Ihre Malerei findet erstens Selbstzweck und Anwendungen in urbanen Straßennetzen. Zweitens ist der chemische Dampf von Sprühdosen schädlich für die Atemwege.
Kunst in öffentlichen Räumen zumeist von Großstädten – Streetart – veranlasste Friederike, sich eingehender mit diesen oft illegalisierten Ausdrucksformen von Kreativität zu beschäftigten. Sie begann, Stile und Motive aufzugreifen und sie auf Leinwände oder Pappen zu projizieren: Das Format und das Material wurden verändert, doch dies minderte keinesfalls die Lebendigkeit und Unausweichbarkeit der Sprache der Streetart-Motivik. Überzeugt von der Bedeutung kritischer Kunst in öffentlichen Räumen, zeigen die Kompositionen und Collagen regelmäßig politisierende Motive. Die Künstlerin hat den Wunsch, Betrachter für ihre Umwelt – Gesellschaft und Mitmenschen – zu sensibilisieren.

„Ein Freund löste in mir die Faszination über die Kunst aus der Dose aus. Die Spontaneität, die Innovativität, die Symbiose der Farbe mit der Stadt – Graffiti war für mich damals greifbarer, realer als andere Kunstrichtungen. Mit dem Interesse an Sprühkunst wuchs mit der Zeit das Interesse an zeitgenössischer, moderner Kunst, vor allem an solcher im öffentlichen Raum (Street Art).“

„Es ist schade, dass Kunst so häufig dem Mikrokosmos von Galerien, Ausstellungen, also „professionellen“ Kunstmittlern vorbehalten ist. Die Idee, Kunst von seinem hohen Ross herunter in den alltäglichen Lebensraum zu holen, finde ich daher sehr unterstützenswert.“